Vier Baukörper, sensibel in die Topographie eingebettet, bilden ein kleinteiliges Wohnensemble mit klarer architektonischer Haltung. Differenzierte Freiräume, hochwertige Außenbezüge und eine präzise Setzung schaffen ein Quartier mit Identität und Alltagstauglichkeit.
Das Wohnensemble aus vier Baukörpern fügt sich durch seine kleinteilige Struktur selbstverständlich in den ortstypischen Maßstab ein. Die Setzung der Neubauten respektiert die bestehende Villa als identitätsstiftenden Ankerpunkt des Quartiers, die bewusst als höchstes Gebäude erhalten bleibt. Die natürliche Topographie des Grundstücks wird nicht nivelliert, sondern gezielt genutzt: Entlang der Hangkante orientiert, werden die Baukörper in das Gelände eingeschoben und bilden eine prägnante Höhenstaffelung, die eine ruhige Einbettung in die Landschaft ermöglicht.
Die Erschließung erfolgt über eine zentrale Begegnungszone, die sowohl die verkehrliche Anbindung als auch eine klare räumliche Struktur des Quartiers übernimmt. Durch die Ensemblebildung entstehen differenzierte Außenräume: Ein zentraler Quartiersplatz fördert soziale Begegnung, ein gemeinschaftlicher Spielplatz bietet Raum für Aktivität, während das intime Lindenplatzerl als ruhiger Rückzugsort dient. Der Erhalt der bestehenden Linde fungiert dabei als grüner Fixpunkt der neu geordneten Freiraumstruktur. Eine vernetzte, barrierefreie Wegeführung gewährleistet kurze, intuitive Fuß- und Radverbindungen innerhalb des Quartiers.
Architektonisch sind die Baukörper ost-west-orientiert und in enger Synergie mit der Hanglage konzipiert. Die kompakte Bauweise ermöglicht eine effiziente thermische Hülle und optimale Belichtungsverhältnisse für alle Wohneinheiten. Fassadenseitige Vor- und Rücksprünge gliedern die Baukörper, erzeugen plastische Tiefe und schaffen großzügige Terrassenebenen mit weiten Ausblicken. Maisonettewohnungen ergänzen das Angebot durch private Gärten mit direktem Bezug zum Außenraum.
Die Konstruktion folgt einem ressourcenschonenden Ansatz. Teilweise in das Gelände eingebettet, profitieren die Gebäude energetisch und erhalten zugleich ein ruhiges, landschaftsbezogenes Erscheinungsbild. Holz als prägendes Fassadenmaterial verweist auf die ortstypische Bauweise und bildet eine robuste, wartungsarme Gebäudehülle. So entsteht ein Wohnensemble, das funktionale Klarheit, architektonische Qualität und sensible Einbindung in den Kontext vereint.